Allein dem Hund gewidmet

 ·       Einstieg

 ·       Überlegungen vor dem Hundekauf

 ·       Wo kaufe ich einen Hund

 ·       Die Hundeschule

 ·       Was Sie vermeiden sollten

 ·       In der Stadt

 ·       Auf dem Land

 ·       Ermahnungen

 Das Ziel dieser Seiten ist, den Hundehaltern die Verantwortung bewußt zu machen und sowohl derzeitigen als auch zukünftigen Hundehaltern eine Hilfe beim Aufbau einer Freundschaft zu ihrem Hund zu geben. Es beabsichtigt, die Überlegungen, finanzieller und praktischer Natur, (zu betonen ) zu überdenken, die (im Vorfeld) angestellt werden müssen, um sicher zu gehen, dass der Hund ein gesundes und glückliches Leben hat. Diese Betonung – durchgehend über alle Seiten, liegt auf Verantwortung – der Verantwortung, die der Hundehalter gegenüber seinem Hund und der Gesellschaft im allgemeinen hat.  

Wenn Sie sich entschlossen haben einen Hund zu kaufen oder bereits einen besitzen, sollten Sie stets um gegenseitige Respektierung und ein gegenseitiges Verständnis bemüht sein. So sollten Ihre Kinder so früh wie möglich ihrem Hundefreund auch Vorsicht und Respekt entgegenbringen. Hunde stellen eine wertvolle emotionale Hilfe (Unterstützung/Stütze) für kranke, alte und schwache Menschen dar. Hunde geben so viel und wenn Sie andersherum die gleiche Zuneigung zurückgeben, werden Sie immer einen guten Freund und ein neues Familienmitglied haben.

 Der einzig uneigennützige Freund, den ein Mensch in dieser eigennützigen Welt haben kann, der ihn niemals im Stich läßt und der sich niemals als undankbar oder treulos erweist, ist ein Hund.

 Wenn alle anderen Freunde ihn im Stich lassen (sich von ihm abwenden) wird er bleiben...

Überlegungen vor dem Hundekauf

1  Kann ich mir einen Hund leisten?

2  Kann ich eine lebenslange Bindung zu einem Hund gewährleisten?

3  Kann ich mir die 10,- bis 20,- Euro wöchentlich für das Futter leisten?

4  Kann ich mir Tierarztkosten leisten?

5  Kann ich mir die Hundeversicherung/Steuer leisten?

6  Ist meine Wohnung groß genug für einen Hund?

7  Bekommt der Hund genügend Auslauf?

8  Ist fast immer jemand zu Hause? (Hunde vereinsamen genauso wie Menschen)

9  Werde ich ausreichend Zeit finden, mit meinem Hund zu spielen, zu trainieren, ihn zu pflegen und für ihn da zu sein?                                             

10 Kann ich jederzeit auf alle Fragen mit JA antworten?

     Antworte ich auch hierauf mit JA?

Überdenken Sie die Antworten nochmals?

Sollten Sie einmal NEIN angekreuzt haben, so überdenken Sie (den Hundekauf) die Sache noch einmal!

 Wo kaufe ich einen Hund?

Sinnvoll ist, einen Hund direkt vom Züchter zu kaufen. Nehmen Sie sich Zeit und besuchen Sie den ausgewählten Züchter noch bevor die Hündin ihre Welpen zur Welt bringt. Achten Sie dabei auf die Mutterhündin, denn sie ist ein guter Indikator für die Entwicklung ihrer Welpen. Wichtig ist, dass sich die Hündin frei von Angst und Aggression zeigt. Achten Sie darauf, dass die Welpen im Wohnzimmer (nicht im dunklen Keller ohne Anschluss an die Familie) aufgezogen werden. Scheuen Sie sich nicht den Züchter mit Fragen zu löchern. Ein guter Züchter zeigt sich verständnisvoll und wird Ihnen im Gegenzug ebenfalls Fragen stellen. Informieren Sie sich vor dem Kauf ausgiebig über die von Ihnen ausgewählte Rasse in einem Buch. Kaufen Sie auf keinen Fall einen Welpen, der in der Zeit der sensiblen Phase nicht die Möglichkeit hatte seine Sinne ausgiebig zu trainieren. Wenn die Welpen endlich geboren sind, besuchen Sie diese sooft Sie Zeit dazu finden. Es macht Spaß mit ansehen zu können wie sie sich entwickeln. Machen Sie nicht den Fehler und wählen bereits in der dritten oder vierten Lebenswoche einen Hund aus. Ein erfahrener Züchter hilft bei der Auswahl mit. Ein guter Zeitpunkt liegt zwischen der 7.-8. Woche, weil man nun sehen kann wie der Welpe auf bestimmte Umweltreize reagiert (z.B. das Platzen eines Luftballons, das Hinfallen eines Schlüsselbundes, das Klatschen in die Hände, Geräusche eines Staubsaugers,...). Zeigt sich der Welpe dabei frei von Angst (d.h. er rennt nicht weg, beginnt nicht vor Schreck zu pieseln oder zu schreien) kann man davon ausgehen, dass der Welpe schon einiges kennengelernt hat.

 Sinnvoll ist in jedem Fall die Zuchtordnung der ausgesuchten Rasse zu lesen. Sie bietet ausreichend Informationen, woran der Züchter sich halten muss, sofern er Mitglied in einer Züchtergemeinschaft ist. Am besten ist diese/r Gemeinschaft/Club dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossen. Sollte man sich im Ausland einen Hund kaufen, gelten andere Bestimmungen, die über den betreffenden Züchter zu erfahren sind.

Die Wurfabnahme erfolgt in der Regel ab der 8. Woche. Die Hunde werden vom Zuchtwart tätowiert und/oder gechipt und auf zuchtausschließende Merkmale untersucht. Dies alles wird in einem Einzelbericht zur Wurfabnahme festgehalten, der dem Welpenkäufer zusteht. Ein Gesundheitszeugnis des Tierarztes wird auf Verlangen ausgestellt. Erklärt der Züchter, ein Gesundheitszeugnis sei nicht notwendig, ist es ratsam, im Kaufvertrag ein Rückgaberecht vorzubehalten, falls sich nach einer tierärztlichen Untersuchung herausstellen sollte, dass das Tier nicht gesund ist. Informationen in Sachen Kaufvertrag erteilt die Verbraucherzentrale in Saarbrücken.  

Sollten Sie einen ausgewachsenen Hund von einem Züchter kaufen, versuchen Sie herauszufinden, warum er zum Verkauf steht. Beobachten Sie, wie er sich in seiner Umgebung verhält.

Wollen Sie einen Hund im Tierheim kaufen, besteht die Möglichkeit den Hund dort öfter zu besuchen und auszuführen bevor man ihn kauft.  

So nun haben Sie einen Hund gekauft. Was jetzt? 

Was erwartet die Gesellschaft von Ihnen und Ihrem Hund? 

- Die Regeln der Hundehaltung zu befolgen

- Verantwortung im Sinne des Tierschutzgesetzes zu übernehmen

 Die Hundeschule

-        Erziehung – Ein gehorsamer Hund ist ein guter Hund – Training unter fachmännischer Anleitung ist hilfreich.

 -        Übungen – Ihr Hund lernt am leichtesten während er spielt, geben Sie ihm einfache, kurze Befehle.

 -        Ernährung – Füttern Sie Ihrem Hund ein ausgewogenes, nahrhaftes Futter und verabreichen Sie ausreichend Trinkwasser.

 -        Tierärztliche Versorgung – Denken Sie an die wichtigen Tierarztbesuche.

 -        Pflege – Pflegen Sie Ihren Hund regelmäßig.

 -        Ferien – Wenn Sie Ihren Urlaub buchen, kümmern Sie sich auch rechtzeitig um einen Urlaubsplatz für Ihren Hund. Übrigens gibt es wunderschöne Urlaubsziele, wo man den Hund mitnehmen kann. 

Was Sie vermeiden sollten:

 -        Den Hund für längere Zeiträume alleine lassen – Hunde fühlen sich einsam, wie wir Menschen.

 -        Dem Hund erlauben, grundlos zu bellen und die Nachbarn zu stören. Würden Sie es mögen, so gestört zu werden?

-        Den Hund unbeaufsichtigt in Straße und/oder Feldern streunen zu lassen – Denken Sie an die Gefahren für Ihren Hund, aber auch für Autofahrer und andere.

 -        Dem Hund erlauben, Bürgersteige oder Spielplätze zu verunreinigen.

 -        Den Hund verziehen – Verzogene Hunde fallen unangenehmer auf als verzogene Kinder.

 Wiederholung

 Alle oben genannten Punkte haben Sie in der Hand. Die meisten Punkte unter „Was Sie vermeiden sollten“ können tatsächlich vermieden werden, wenn Ihr Hund gut erzogen ist.

Ein gut erzogener Hund ist eine Freude für seinen Besitzer.

Fast 50% der Bevölkerung besitzen kein Haustier und nur fast jeder 10. besitzt einen Hund – deshalb ist es Ihre Pflicht, verantwortungsbewußt zu handeln.

In der Stadt

 -        Halten Sie Ihren Hund immer an der Leine.

 -        Beaufsichtigen Sie Ihren Hund.

 -        Erlauben Sie Ihrem Hund niemals sein Geschäft auf dem Gehweg, in Parks oder auf öffentlichen Plätzen zu erledigen (in der Stadt sollte man nicht Gassi gehen).

 -        Der Bürgersteig ist kein Löseplatz. Sollte es trotzdem passiert sein, entfernen Sie es mit der Fifi-Tüte.

 -        Üben Sie mit dem Hund richtig an der Leine zu gehen.

 -        Halten Sie den Hund mit der Leine dicht bei sich.

 -        Erlauben Sie Ihrem Hund nicht, sich unter die Passanten zu mischen.

 -        Verbieten Sie Ihrem Hund unnötigen Lärm zu machen.

 -        Nehmen Sie Ihren Hund nicht in Lebensmittelgeschäfte oder andere, für Hunde verbotene Orte mit.

 -        Berücksichtigen Sie die örtlichen Regelungen.

 Wiederholung

 Nicht jeder liebt Hunde – nur eine Minderheit der Bevölkerung besitzt Hunde –

respektieren Sie den Blickwinkel der andern.

Auf dem Land 

 -        Lassen Sie Ihren Hund nicht unkontrolliert herumlaufen.

 -        Beaufsichtigen Sie Ihren Hund.

 -        Erlauben Sie Ihrem Hund niemals frei auf Weideflächen oder Feldern zu streunen.

 -        Erlauben Sie Ihrem Hund nie Vieh oder Wild zu jagen.

 -        Verbieten Sie Ihrem Hund unnötigen Lärm zu machen.

 -        Beachten Sie die örtlichen Auflagen der Gemeinden.

 Wiederholung

 Ihr Hund kann Schaden anrichten und Unfälle verursachen. Denken Sie daran eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Ermahnungen 

 Ihr Hund ist jetzt fit, glücklich und gut erzogen – nun einige abschließende Ermahnungen:

 -        Als Hundehalter haben Sie die gesetzliche Verpflichtung, Ihren Hund unter Kontrolle zu halten, ihn nicht zum Ärgernis für andere werden zu lassen und ihn nicht zu mißhandeln.

 -        Jeder Hundehalter ist aufgefordert, am Halsband seines Hundes die Steuermarke der Gemeinde zu befestigen, für den Fall, dass der entläuft.

-        Tierarztrechnungen können teuer werden und Hunde können Schäden und Unfälle verursachen, wenn sie nicht beaufsichtigt werden – es ist eine vernünftige Vorsorge, eine Versicherung abzuschließen, um diese Möglichkeiten abzudecken.

-        Bei jedem Wetter und ohne Rücksicht auf Ihre Stimmung verlangt der Hund Auslauf und Pflege.

 -        Das Verhalten des Hundes spiegelt Ihren Charakter und Ihre Fähigkeit – sich richtig um den Hund zu kümmern und ihn zu erziehen- wieder.

 Abschließend:

nach diesen ernsten Ermahnungen nun eine gute Nachricht.

 Wenn Sie eine wahre Partnerschaft mit Ihrem Hund aufgebaut haben, wird diese eines der lohnendsten Verhältnisse sein, welches Sie je eingegangen sind.